Nun darf unser Rassegeflügel wieder (fast) landesweit ins Freie

Nachdem es in Thüringen innerhalb der letzten beiden Wochen zu keinem weiteren Geflügelgrippefall bei Hausgeflügel und nur zu einzelnen Wildvogelfunden mit Virusnachweis gekommen ist, kann die Aufstallpflicht für Geflügel weiter gelockert werden. Das TMASGFF überträgt die Entscheidung, in welchen Gebieten die Stallpflicht aufgrund der Gefährdungslage aufrecht zu halten ist, in die Hände der zuständigen Behörden vor Ort.

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), dankt den Thüringer Geflügelhalterinnen und –haltern ausdrücklich für ihre Geduld. „Wir wissen, dass die Stallpflicht für die Halterinnen und Halter von Geflügel einen deutlichen Mehraufwand bedeutet. Umso größer wiegt ihre Bereitschaft, mit der Einhaltung der Stallpflicht einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Geflügelgrippe zu leisten. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, sagte Werner.

Auch die Behörden der Landkreise und kreisfreien Städte haben einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Geflügelgrippe erbracht.

Die zuständigen Veterinärämter werden nun nach eigener Risikobewertung die bis zum hoffentlich baldigen Erlöschen des Seuchenzuges noch notwendigen Aufstallungsgebiete festlegen.

Unberührt von dieser Festlegung bleibt die Stallpflicht in den bestehenden Sperr- und Beobachtungsgebieten rund um HPAI Virus H5N8-Fundorte bestehen.

Das Durchführen von Geflügelmärkten und -börsen ist unter Einhaltung bestimmter Bedingungen wieder grundsätzlich möglich.

Geflügelhalter werden gebeten, sich ab der kommenden Woche mit Fragen an das für sie zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt zu wenden, nachdem dort die Gebiete und Bedingungen festgelegt worden sind.

„Auch wenn die Lage in Thüringen sich weitestgehend entspannt hat, ist dennoch immer noch erhöhte Wachsamkeit von jedem einzelnen Geflügelhalter gefordert“, appelliert Frau Ministerin Werner erneut, denn in anderen Bundesländern, insbesondere Niedersachsen, werden fast täglich neue Wirtschaftsgeflügelhaltungen als mit dem HPAI Virus H5N8 infiziert gemeldet.

Das Friedrich-Loeffler-Institut verweist auf Untersuchungen, die Hinweise geliefert haben, dass es zu Verschleppungen zwischen den betroffenen Betrieben gekommen ist. Die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen hat somit nach wie vor oberste Priorität, insbesondere da, wo es keine Aufstallungsverpflichtung mehr gibt.

 

© 2016 rassegeflugel-th.de

Landesverband der Rassegeflügelzüchter Thüringens  e.V.

1. Vorsitzender: Thomas Stötzer,
Bernauer Straße 11, 99091 Erfurt-Gispersleben,
Tel.: 03 61 / 6 53 44 25

Inhaltlich verantwortlich: Martin Backert

Counter