Das FLI bewertet das Risiko der Einschleppung des Influenza-Virus H5N8 aus der Wildvogelpopulation in Hausgeflügelbestände als "hoch. In mehreren Bundesländern traten Ausbrüche von Geflügelpest HPAIV H5N8 in Nutzgeflügelbeständen sowie bei mittlerweile mehr als 500 tot aufgefundenen Wildvögeln auf. Inzwischen sind Fälle von HPAIV H5N8 bei Wildvögeln in fast allen Bundesländern (außer Rheinland-Pfalz und Saarland) bestätigt.
Unter Bezugnahme auf nunmehr auch in Thüringen aufgetretene HPAIV H5NB-Fälle bei Wildvögeln, weiterhin zahlreich festgestellte Geflügelpestfälle bei Wildvögeln und eine zunehmende Zahl der Geflügelpest-Ausbrüche bei Hausgeflügel in mehreren Bundesländern (20 Fälle) sind die Schutzmaßnahmen in Thüringen weiter zu verschärfen, so im Schreiben vom 20.12.2016 von Dr. Michael Elschner vom TMASGFF an die Veterinärbehörden in Thüringen.
 
Somit ist die Durchführung von Märkten, Ausstellungen, Börsen und Veranstaltungen ähnlicher Art mit Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Art ist bis auf weiteres zu untersagen. Dies gilt auch für Taubenausstellungen (wenngleich Tauben bisher von Infektionen mit HPAIV H5N8 nicht betroffen waren).
 
In der Begründung warum auch reine Taubenschauen nicht mehr durchgeführt werden dürfen heißt es:
Im Rahmen der oben aufgeführten Veranstaltungen kommen Vögel aus unterschiedlichen Betrieben in Kontakt. Um zu verhindern, dass über unerkannt infizierte Vögel das Virus in andere Bestände verbreitet werden kann, ist aufgrund der derzeitigen Dynamik des Geschehens im Hinblick auf eine Risikominimierung ein Verbot der Veranstaltungen erforderlich. Tauben werden häufig in gemischten Beständen mit anderen Hausgeflügelarten gehalten und können als passive Überträger des Erregers dienen.

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Inhaltlich verantwortlich: Martin Backert

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